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Unterwegs zum Selbst

Über einen narzißtischen Erlösungsmythos (zusammen mit Ingeborg Breuer)
"Heute schon gelebt?" fragt lakonisch ein Graffiti der Szene. Als bedürfe das Leben schon einer Wiederbelebung durch solch provokative Erinnerung. Es scheint problematisch geworden, sich als lebendiges Wesen zu empfinden. In einer Zeit, aus der der Sinn verschwunden, in der Berufe, wenn überhaupt zu haben, zu Jobs verkommen und der Andere fremd geworden ist, sucht man quasi im Kampf um die allerletzte Bastion sich auf das zu beziehen, was scheinbar selbstverständlich übrig bleibt: die eigene Innenwelt als gleichsam einzig gewisser Ort in einer zerfallenen Welt.
Deshalb gilt es - ob durch Astrologie oder Therapie, durch Meditation oder Massage - "mit sich eine Erfahrung zu machen",in sich zu gehen, um aus sich herauszukommen, "sich auf die Reise zu sich selbst zu machen"
In geradezu inflationärer Weise taucht in allen Versuchen der Introspektion der Begriff des Selbst auf. Ob ausdrücklich thematisiert oder nicht, überall steht das Selbst im Raum, als Selbsterfahrung, Selbstfindung, Selbstbegegnung, Weg zum Selbst.
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© 2006 Peter Leusch
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