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Wenn Computer schreiben

Eine Kulturtechnik im Umbruch (zusammen mit Manfred Köhler)
Atemberaubend schnell arbeiten Computer, atemberaubend schnell ist aber auch das Tempo, mit dem sie nach Büros und Verwaltungen inzwischen auch die Schreibtische von Wissenschaftlern, Journalisten und Schriftstellern erobert haben. Die einen betrachten dabei den Computer bloß als ein Werkzeug, das nicht in die eigentliche Sphäre von Denken und produktivem Schreiben eingreift. Andere sehen das Ende der Schriftkultur heraufziehen und befürchten eine beispiellose Flüchtigkeit des Schreibens und Lesens. In jedem Fall ist die elementare Kulturtechnik des Schreibens im Umbruch. Zeiten des Umbruchs verunsichern, sie ermöglichen aber auch Erkenntnis: Nietzsche, der als erster Philosoph eine Schreibmaschine benutzte, behauptete: "Unser Schreibzeug arbeitet mit an unseren Gedanken".
Welche Bedeutung hat die Schrift für unsere Kultur, für das Denken, Fühlen und Sprechen des Individuums? An der Schwelle des Informationszeitalters rückt eine Kulturgeschichte des Schreibens ins Bewußtsein.
gesendet am 09.05.1990 im Deutschlandfunk
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© 2006 Peter Leusch
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