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Liebe geht durch die Nase

Kulturwissenschaftliche Untersuchung über den Geruchssinn
"Denn der Duft war ein Bruder des Atems. Mit ihm ging er in die Menschen ein, sie konnten sich seiner nicht erwehren, wenn sie leben wollten. Und mitten in sie hinein ging der Duft, direkt ans Herz, und unterschied dort kategorisch über Zuneigung und Verachtung, Ekel und Lust, Liebe und Haß", schreibt Patrick Süßkind in seinem Roman "Das Parfüm" über die Macht der Gerüche. Daß die Liebe durch die Nase geht, das hat auch die Bremer Kulturwissenschaftlerin Ingelore Ebberfeld in einem breit angelegten Forschungsprojekt herausgefunden. In interdisziplinärer Breite hat sie natur- und geisteswissenschaftliche Ergebnisse über den Geruchssinn zusammengetragen und viele Menschen über ihre Erfahrungen mit Körperdüften befragt.
Dass sie auch von Kollegen angesprochen wurde, wie sie ausgerechnet darauf komme 'ihre Nase in solche Dinge zu stecken' - unterstreicht die Brisanz des Themas und signalisiert, dass Wissenschaft hier an ein Tabu rührt. Ein Beitrag über die erotische Lust der Nase, und die Abwertung des Geruchssinns, nicht nur in der Philosophie.
gesendet am 31.05.2001 im Deutschlandfunk
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© 2006 Peter Leusch
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